Zwei Katzen sitzen nebeneinander

5 Dinge, die wir heute anders machen

Was wir von Helli & Clärchen gelernt haben

Manchmal schaue ich Diva und Delayla an und denke: Wie gut, dass ich heute so viel Katzenwissen habe und wir ihnen dadurch ein hoffentlich schönes Leben ermöglichen können. Nicht, weil früher alles schlecht war – ganz im Gegenteil.

Aber weil zwei andere Katzen den Weg für das jetzige Leben der Beiden bei uns geebnet haben.

Helli & Clärchen waren viele Jahre an unserer Seite. Sie haben unser Herz geöffnet – und uns auf ihre ganz eigene Art gelehrt, was Katzen wirklich brauchen. So vieles, was wir heute wissen, verdanken wir den Erfahrungen mit ihnen.

Es gibt Momente, in denen ich traurig bin, weil ich mir wünsche, ich hätte dieses Wissen früher gehabt. Doch dann erinnere ich mich daran:

Wir alle stehen im Leben immer an einem bestimmten Punkt. Und wir treffen unsere Entscheidungen auf der Basis dessen, was wir in dem Moment für richtig halten. Heute darf ich es anders machen – und ich tue das mit ganz viel Dankbarkeit.

Hier teile ich fünf Dinge mit Dir, die wir heute mit Diva und Delayla ganz bewusst anders machen.

1. Füttern ist mehr als nur satt machen

Als Clärchen und Helli bei uns einzogen, dachte ich wie viele: Zwei Mahlzeiten am Tag reichen. Morgens und abends, und zwischendurch ein bisschen was zum Knabbern.

Erst viel später habe ich gelernt, wie wichtig es für Katzen ist, mehrmals täglich kleine Portionen zu bekommen – weil das ihrem natürlichen Fressverhalten entspricht und auch ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden unterstützt. Heute gehört das zu unserem Alltag: kleinere Mengen, häufiger über den Tag verteilt. Es ist schön zu sehen, wie entspannt Diva und Delayla dadurch mit dem Thema Futter umgehen.

Auch Futterspiele habe ich erst später entdeckt. Dabei fand vor allem Clärchen die Fummelbretter & Co. ganz spannend – und noch viel später kamen die Schleckmatten mit ins Spiel.

Für Diva und Delayla gehören sie von Anfang an dazu und sie sind schon kleine Profis darin 😼.

Füttern ist bei uns kein Pflichtprogramm mehr, sondern ein ganz aktiver Teil im Katzenalltag.

 

Katze auf Glastisch mit Fummelbrett
2. Unsere Wohnung – ein Zuhause aus Katzensicht

Unsere Wohnung war in Sachen Katze immer liebevoll gestaltet – aber vieles entstand auch nach und nach. Kratzgelegenheiten wurden ergänzt, Rückzugsorte verändert, weil wir erst im Laufe der Zeit verstanden haben, was Katzen wirklich brauchen. Weihnachtsbäume gab es nicht mehr, weil der Kratzbaum nicht mehr jedes Jahr weichen sollte.

Mit der Ankunft von Diva und Delayla haben wir von Anfang an mitgedacht: Wo sind mögliche Gefahrenquellen? Wo können sie klettern, wo beobachten, wo sich verstecken? Wie schaffen wir sichere Ausblicke, strukturierte Futterplätze, Ruhebereiche?

Wir denken inzwischen in Ebenen und freie Flächen, die wir eigentlich lieben, bieten Spiel- und Tarnmöglichkeiten für die Beiden. Wir versuchen, die Wohnung nicht nur katzensicher, sondern wirklich katzengerecht zu gestalten. Es macht Freude, zu sehen, wie Diva und Delayla die Wohnung wie ein kleines Abenteuergelände erobern.

3. Spielen mit Fokus auf Katzenspaß

Spielen war früher oft eher eine nette Beschäftigung zwischendurch. Ein Bällchen hier, ein Federwedel da – aber ohne echtes Verständnis dafür, dass Spielen für Katzen ein Jagdersatz ist, bei dem es um Spannung, Erfolgserlebnisse, Auslastung und das Ausleben von Instinkten geht.

Heute wähle ich Spielzeuge viel bewusster aus. Ich achte auf Bewegungsmuster, auf den Spannungsaufbau, auf den Abschluss. Ich erinnere mich noch, wie Helli oft das Interesse verlor, wenn ich zu schnell oder zu planlos spielte – etwas, das ich damals nicht verstanden habe.

Bei Diva und Delayla merke ich, wie sehr sie es genießen, wenn das Spiel in Etappen abläuft und ich „Beute“ lebendig wirken lasse.

Wir spielen nicht mehr einfach nur „damit sie was zu tun haben“, sondern weil es für sie ein wichtiges Ritual geworden ist, das sie fordert, fördert und einfach glücklich macht.

Katze liegt auf Kratzbrett und spielt mit Band
4. Urlaub ohne schlechtes Gewissen – dank Plan B (und C)

Nachdem Helli und Clärchen im Regenbogenland waren, haben wir eine ganze Zeit ohne Katze gelebt. Wir waren auch unsicher, ob überhaupt wieder jemand bei uns einziehen sollte. Mein Mann und ich lieben Kreuzfahrten, was aber bedeutet, dass man eine Urlaubsbetreuung für seine Samtpfoten braucht.

Meine Eltern haben sich damals immer um unsere Alissa gekümmert, Helli und Clärchen haben wir Zuhause durch liebe Nachbarn betreuen lassen. Allerdings waren wir in den letzten Jahren maximal eine Woche unterwegs.

Das sollte wieder anders werden und wir wollten wieder einmal länger reisen können. Wir haben uns jetzt verschiedene Möglichkeiten gesucht:

  • Menschen, die unsere Katzen kennen und lieben,
  • ein kleines Netzwerk aus Freunden und Nachbarn, die wissen, wie wichtig uns die Betreuung ist.
  • Für den nächsten Urlaub haben wir ein Katzenhotel gebucht – ich weiß, Diva und Delayla werden dort liebevoll betreut.
  • Außerdem gibt es natürlich auch noch die Möglichkeit, einen professionellen Catsitter in unserer Nähe zu buchen.

Es geht nicht darum, alles perfekt zu machen – aber darum, vorbereitet zu sein. Das nimmt nicht nur uns, sondern auch unseren Katzen einiges an Stress.

Natürlich weiß ich, dass es mir nicht leicht fallen wird, mich auf Zeit von meinen Mädels zu verabschieden, aber es beruhigt, wenn ich sie gut umsorgt weiß.

5. Genau hinschauen und wahrnehmen, was unsere Katzen uns sagen

Wenn ich zurückblicke, merke ich, wie sehr sich mein Blick verändert hat. Ich beobachte heute ganz anders. Ich nehme kleine Veränderungen wahr, erkenne die feinen Signale unserer Samtpfoten.

Früher habe ich manches vielleicht übersehen oder fehlgedeutet. Ich erinnere mich an Momente, in denen ich Clärchens ständiges Miauen falsch interpretiert habe, einfach weil ich die Zeichen noch nicht lesen konnte. Ich habe ungehalten reagiert, was mir noch heute unendlich leid tut. Heute vertraue ich viel stärker auf das, was ich sehe – und spüre.

Ich weiß, wie wichtig es ist, eine Katze genau zu kennen: ihre Routinen, ihre Körpersprache, ihre Bedürfnisse. Und ich weiß, wie schnell sich manches verändern kann, wenn etwas nicht stimmt.

Achtsamkeit ist einer der Schlüssel für ein glückliches und gesundes Katzenleben.

 

 

Und heute?

Ich habe im Laufe der Jahre so unglaublich viel über Katzen gelernt – durch Bücher, Fortbildungen, Gespräche, aber vor allem: durch das Leben mit Clärchen und Helli. Und ich weiß, ich bin noch längst nicht am Ende, was das Lernen angeht 😉.

Vieles davon kam auch ihnen noch zugute. Und doch sind es Diva und Delayla, die heute von Anfang an profitieren.

Trotzdem gibt es da diesen bittersüßen Moment, wenn ich denke: Hätte ich es bloß schon früher gewusst.
Aber ich versuche, nicht zu streng mit mir zu sein. Wir alle wachsen. Wir alle lernen. Und wir alle handeln in jedem Moment so gut, wie wir eben können.

Vielleicht erkennst du Dich in einigen Punkten wieder. Vielleicht bist Du noch am Anfang Deiner Reise mit Katzen.

Was ich Dir heute mitgeben möchte: Es ist nie zu spät, etwas anders zu machen. Und unsere Katzen – sie lehren uns sowieso jeden Tag aufs Neue, wie das geht.

Ich wünsche Dir eine wundervolle und achtsame Zeit mit Deiner Samtpfote!

Über Katzenlächeln

Als Verhaltensberaterin für Katzen helfe ich Dir, Problemverhalten Deiner Samtpfoten zu verstehen und aufzulösen. Gemeinsam machen wir uns auf die spannende Reise, unsere Katzen wirklich zu verstehen und ihnen dann ein glückliches und erfülltes Katzenleben zu ermöglichen. Ein verständnisvolles Miteinander und das Wissen um die Bedürfnisse unserer zauberhaften Samtpfoten ist für mich die Voraussetzung für einen entspannten gemeinsamen Alltag. Du brauchst Hilfe? Dann schau‘ Dir hier meine Angebote an.

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