Zwischen Herz und Realität – wie Katzenlächeln sich verändert

von | Mai 15, 2026 | Persönliches | 2 Kommentare

Wenn man selbstständig ist, sieht von außen oft vieles klarer aus, als es sich innerlich anfühlt.

Da gibt es eine schöne Website, neue Ideen, Workshops, Projekte und Pläne. Menschen sehen Beiträge auf Instagram, lesen Blogartikel oder entdecken neue Angebote. Und natürlich freue ich mich über all das, was in den letzten Jahren rund um Katzenlächeln entstehen durfte.

Und trotzdem gibt es sie auch:

  •  die Zweifel,
  •  die Unsicherheiten,
  •  die Fragen, die vermutlich viele Selbstständige kennen.

Zwischen Herz und Realität – Gedanken über Katzenlächeln, Zweifel und neue Wege

Wenn man ein Business hat, gehört es dazu, dass nicht immer alles rosarot ist. Dass man nicht immer den Erfolg hat, den man sich wünscht.

Und natürlich hinterfragt man sich auch immer wieder:

  •  Funktioniert das, was ich da tue, wirklich?
  •  Gehe ich noch den richtigen Weg?
  •  Darf ich mich und meine Angebote verändern?

Und was passiert, wenn mein Herz mich in eine Richtung zieht, die vielleicht leiser, emotionaler und weniger „verkaufbar“ ist?

Meine Gedanken der letzten Monate

In den vergangenen Monaten habe ich genau darüber viel nachgedacht.

Denn Katzenlächeln entwickelt sich weiter. Vielleicht nicht plötzlich oder radikal. Aber langsam und spürbar.

Natürlich begleiten mich weiterhin Themen wie Mehrkatzenhaushalt, Zusammenführungen, Unsauberkeit oder Fragen rund um das Zusammenleben mit Katzen. Gleichzeitig merke ich aber immer deutlicher, wie sehr mich inzwischen auch die leisen Themen berühren:

Das Älterwerden unserer Katzen, Veränderungen im Alltag, Unsicherheiten, Abschied, Trauer und die Frage, wie wir unsere Tiere liebevoll durch verschiedene Lebensphasen begleiten können.

Vielleicht ist das kein Zufall.

Eine flauschige orangefarbene Katze mit weißen Abzeichen faulenzt auf einem runden, weißen Kratzbaum, der mit schwarzen Schmetterlingen und Blumenmustern verziert ist - ein idealer Platz für Katzen in einem Mehrkatzenhaushalt, neben einer grauen Couch auf einem Holzboden.

Das vermächtnis von helli und clärchen

Unsere Helli und unser Clärchen haben mich Schritt für Schritt auf einen neuen Weg geführt. Durch ihre Veränderungen im Alter, durch all die kleinen Anpassungen im Alltag, durch Sorgen, Entscheidungen und letztlich auch durch den Abschied von ihnen.

Ich glaube, ohne sie würde es viele Gedanken, Angebote und Themen bei Katzenlächeln heute nicht geben.

In den vergangenen Monaten sind viele neue Ideen entstanden:

Manche davon ganz praktisch und alltagsnah, andere deutlich persönlicher und emotionaler.

Und je mehr ich ausprobiert, geplant und entwickelt habe, desto deutlicher wurde für mich auch:

Katzenlächeln verändert sich.

Nicht, weil ich plötzlich alles anders machen möchte, sondern weil bestimmte Themen immer mehr Raum bekommen.

Neue Erfahrungen

Im vergangenen Jahr durfte ich beispielsweise bei ClickerCat einen Workshop rund um Seniorkatzen halten und später auch beim Online Katzenkongress einen Impulsvortrag zum Thema Abschied und Begleitung gestalten.

In diesem Jahr folgte ein weiterer Vortrag im Rahmen der Herzenshelfer-Ausbildung. Es war ein weiterer Schritt, mit diesem Thema nach draußen zu gehen.

Das Spannende daran:
Noch vor einigen Jahren hätte ich jeden für verrückt erklärt, der mir vorhergesagt hätte, dass das einmal mein Herzensthema werden würde…

Heute merke ich dagegen immer deutlicher, wie wichtig es ist, auch über die Seiten des Zusammenlebens mit unseren Katzen zu sprechen, die oft verdrängt werden.

Über Veränderungen im Alter, über Unsicherheiten, die häufig bestehen, über die Sorge, etwas zu übersehen, über Abschied, Trauer und darüber, wie sehr sich unser gemeinsamer Alltag verändert, wenn Katzen älter werden.

Wenn ich heute darüber nachdenke, wie sehr mich das Thema Seniorkatzen, Abschied und Begleitung inzwischen bewegt, dann weiß ich auch:

Diesers Thema war nicht über Nacht da – es war (und ist) ein Weg, der noch lange nicht zu Ende ist.

Wegbegleiter

Ich bin diesen Weg nicht allein gegangen. Es gab und gibt Menschen, die mich ermutigt haben, mich diesem Themenfeld zu öffnen.

Die liebe Stefanie Schult hat uns mit Helli und Clärchen begleitet und mich immer wieder darin bestärkt, dass genau diese leisen und oft nicht einfachen Themen einen Platz haben dürfen. Bei ihr habe ich auch meine ersten Kurse zur Sterbebegleitung gemacht.

Ein weiterer wichtiger Schritt war für mich später die Herzenshelfer-Ausbildung bei Tierisches Wissen von Sonja Tschöpe. Dort durfte ich nicht nur fachlich unglaublich viel lernen, sondern ich habe erste Wege für mich gefunden, wie ich mit diesem sensiblen Thema nach draußen gehen kann.

Ich möchte Menschen mit ihren Tieren in schwierigen Lebensphasen begleiten und ihnen die Unterstützung geben, die sie gerade brauchen. Vor Kurzem hat meine neue Seite „Seniorkatzen“ das Licht der Welt auf meiner Website erblickt – schau gern einmal vorbei, wenn es Dich interessiert.

Ab dem nächsten Jahr bin ich selbst Teil des Herzenshelferteams – etwas, das mich sehr berührt und wofür ich unglaublich dankbar bin.

Vielleicht zeigt mir all das auch: Manche Wege entstehen langsam, ohne dass es einen großen Plan gibt. Es sind Erfahrungen und Begegnungen, die uns irgendwann nicht mehr loslassen und unserem Weg eine neue Richtung geben.

Start der neuen Herzenshelferreise in 2027

Falls Du selbst im Tierberuf tätig bist und Dich das Thema palliative Begleitung, Abschied und Trauerbegleitung interessiert, kommt hier eine Herzensempfehlung für Dich.

Am 01.03.2027 startet die neue 6-monatige Herzenshelfer-Reise.

Dabei handelt es sich um viel mehr als eine klassische Ausbildung rund um palliative, Sterbe- und Trauerbegleitung bei Tieren.

Es geht nicht nur um Wissen, Methoden oder darum, „richtig“ begleiten zu lernen. Es geht um die eigene Haltung, um Unsicherheiten, um Mitgefühl und darum, Tiere und ihre Menschen in einer der schwersten Lebensphasen achtsam begleiten zu können.

Du darfst Dich auf eine sehr besondere Mischung freuen:

  • fachliche Inhalte rund um palliative Begleitung, Abschied und Trauer,
  • ehrlichen Austausch,
  • emotionale Entwicklung,
  • praktische Impulse für den Alltag im Tierberuf
  • und einen geschützten Raum, in dem auch die eigenen Gefühle und Erfahrungen ihren Platz haben dürfen.
Eine flauschige orangefarbene Katze liegt auf einer weichen, wolkenartigen Oberfläche und berührt mit ihrer Pfote sanft die Hand eines Menschen. Der verträumte, helle Hintergrund erinnert an die friedliche Harmonie, die in einem Mehrkatzenhaushalt ohne Verhaltensprobleme Katzen finden.

Besonders wertvoll finde ich persönlich, dass es in der Ausbildung nicht darum geht, perfekt zu funktionieren oder auf alles eine Antwort zu haben. Vielmehr geht es darum, Sicherheit, Klarheit und Vertrauen im Umgang mit diesen leisen und oft schweren Themen zu entwickeln.

Die Herzenshelferreise begleitet Dich über mehrere Monate mit Live-Webinaren, Austausch- und Fragerunden sowie umfangreichen Unterlagen und praxisnahen Inhalten. Gleichzeitig entsteht ein wertvoller Raum für Verbindung und gegenseitige Unterstützung.

Und vielleicht ist genau das das Besondere:

Du gehst diesen Weg nicht allein.

>> Zu den Einzelheiten

Herzensprojekt versus Realität

Gleichzeitig bewegt mich aber auch eine ganz andere Frage:
Wie verbindet man Herzensprojekte mit der Realität der Selbstständigkeit?

Denn natürlich entstehen neue Ideen nicht nur aus Leidenschaft, sondern sie kosten auch Zeit, Geld, Energie, Kreativität und manchmal auch Mut.

Es gibt diese Momente, in denen ich voller Begeisterung an neuen Workshops, Vorträgen oder Produkten arbeite und dabei völlig vergesse, wie viele Stunden gerade wieder in einem einzigen Gedanken stecken.

Und dann gibt es die andere Seite:

  • die Unsicherheit,
  • die Verantwortung,
  • die Frage, welche Themen Menschen wirklich erreichen,
  • und ob leise, emotionale Inhalte überhaupt ihren Platz in einer Welt finden, die oft schnelle Lösungen und laute Versprechen bevorzugt.

Vielleicht kennen viele Selbstständige genau dieses Gefühl, zwischen Herz und Realität zu stehen, zwischen dem Wunsch, etwas Sinnvolles und Echtes zu erschaffen, und der Frage, ob es sich wirtschaftlich überhaupt trägt.

Ich habe darauf noch keine endgültige Antwort gefunden. Aber vielleicht muss ich das gerade auch gar nicht.

Vielleicht geht es im Moment vielmehr darum, offen zu bleiben und neue Wege auszuprobieren. Und darauf zu vertrauen, dass manche Themen Zeit brauchen dürfen.

Denn eines weiß ich inzwischen ziemlich sicher:
Die leisen Themen verdienen genauso ihren Platz.

Und vielleicht sind es manchmal gerade unsere Tiere, die uns zeigen, wohin unser eigener Weg sich langsam entwickelt.

Ich bin gespannt, wohin mich bzw. Katzenlächeln der weitere Weg führen wird.

 


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2 Kommentare

  1. Liebe Christiane,
    ich finde es richtig schön zu sehen, wie du diese „leiseren“ Themen mehr und mehr integrierst und ihnen damit den Platz gibst, den sie dringend brauchen. und mit dir haben die Menschen eine so einfühlsame Begleitung gerade bei diesen Teilen des Lebens an ihrer Seite, wie man sie sich besser nicht wünschen könnte.

    alles gute weiterhin!

    herzliche Grüße
    Sonja

    Antworten
    • Liebe Sonja, von Herzen DANKE für Deine lieben Worte.
      Von Dir durfte ich genau das lernen: Auch leise Menschen haben etwas zu sagen und sie dürfen dafür ihren eigenen Weg finden. Das ist nicht immer einfach, gerade dann, wenn man das Gefühl hat, es ist so unglaublich laut um einen herum.
      Ich gehe meinen Weg, Schritt für Schritt. Als leiser Mensch mit leisen Themen. Danke für Dein Mutmachen, liebe Sonja und Dir auch weiterhin alles Gute!
      Herzliche Grüße,
      Christiane

      Antworten

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Über Katzenlächeln

Ich bin Christiane – Verhaltensberaterin für Katzen und Gründerin von Katzenlächeln.

Ich begleite Dich dabei, das Verhalten Deiner Katze wirklich zu verstehen – im Alltag, bei Unsicherheiten oder wenn sich etwas verändert.

Dabei geht es nicht um schnelle Tipps, sondern um Verständnis, Zusammenhänge und Lösungen, die im Alltag funktionieren.

Ein besonderer Herzensbereich meiner Arbeit ist das Leben mit Seniorkatzen.

Hier findest Du Orientierung und Impulse für ein achtsames Miteinander – ein ganzes Katzenleben lang.


 

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