
Seniorkatzen richtig unterstützen: Tipps für ein glückliches Katzenleben im Alter
Katzen gelten ab etwa elf Jahren als Senioren – doch das bedeutet nicht, dass sie weniger Lebensfreude haben. Mit entsprechenden Anpassungen im Alltag kannst Du dazu beitragen, dass Deine Katze auch im hohen Alter ein glückliches Katzenleben führt.
Unser Clärchen liebte es, auf der Fensterbank zu sitzen und das Geschehen draußen zu beobachten. Irgendwann fiel mir auf, dass sie nicht mehr hinaufsprang, sondern stattdessen vor dem Fenster saß und nach oben blickte. Erst dachte ich, sie wäre einfach gemütlicher geworden – bis mir klar wurde, dass ihre Gelenke nicht mehr so wollten wie früher. Das war der Moment, in dem ich begann, ihr Umfeld anzupassen.
Ältere Katzen haben besondere Bedürfnisse, sei es bei der Bewegung, der Pflege oder der Gestaltung ihrer Umgebung. In diesem Artikel erfährst Du, wie du deine Seniorkatze optimal unterstützen kannst, damit sie sich wohlfühlt und lange vital bleibt..

1. Typische Alterserscheinungen – was verändert sich?
Mit dem Alter verändert sich das Verhalten Deiner Katze schrittweise. Sie schläft mehr und bewegt sich weniger – hohe Ebenen meidet sie oft, weil Sprünge anstrengender werden. Auch die Gelenke verlieren an Flexibilität, sodass manche Katzen vorsichtiger auftreten oder steif wirken, besonders nach dem Aufstehen.
Neben der Beweglichkeit können auch die Sinne nachlassen. Vielleicht bemerkst Du, dass Deine Katze nicht mehr so gut hört oder ihr Sehvermögen abnimmt. Unser Clärchen ist im Alter taub geworden und ich habe sie daher nicht mehr „nebenbei“ gestreichelt, wenn sie mich nicht wahrgenommen hat – ich wollte sie nicht erschrecken.
Verhaltensänderungen sind ebenfalls typisch: Manche Katzen werden anhänglicher und suchen häufiger die Nähe ihres Menschen, während andere sich lieber zurückziehen.
Nicht jede dieser Veränderungen ist ein Grund zur Sorge. Wenn sich jedoch plötzlich etwas verändert oder Deine Katze plötzlich Probleme hat, ist ein Tierarztbesuch unbedingt notwendig.
2. Fell- und Krallenpflege: Unterstützung im Alter
Mit steifen Gelenken wird es für ältere Katzen schwieriger, sich gründlich zu putzen. Vielleicht entdeckst Du vermehrt kleine Verfilzungen im Fell und es wirkt ungepflegter als früher. Hier kannst Du sie durch Bürsten unterstützen.
Bei Langhaarkatzen kann es sinnvoll sein, im hinteren Bereich das Fell zu kürzen, damit nach dem Toilettengang nichts hängenbleibt.
Auch die Krallen solltest Du im Blick behalten, denn durch weniger Aktivität nutzen sie sich oft nicht mehr ausreichend ab und bei fehlenden Zähnen können auch die Krallenspitzen nicht mehr allein abgeknabbert werden.
Mit ein wenig Unterstützung bleibt Deine Katze auch im Alter gepflegt und fühlt sich wohler in ihrer Haut bzw. ihrem Fell 😼.

3. Ein seniorengerechtes Umfeld
Ältere Katzen ruhen und schlafen mehr als Jungspunde. Achte darauf, dass Deine Seniorkatze bequeme, warme und ungestörte Liegeplätze hat, denn viele Samtpfoten bevorzugen weichere Untergründe, um ihre Gelenke zu schonen. Falls sie nicht mehr gut springen kann, helfen Rampen oder niedrige Podeste, damit sie trotzdem ihre Lieblingsplätze erreicht.
Auch die Katzentoilette sollte seniorengerecht sein: Ein Modell mit niedrigem Einstieg ist für Katzen mit Gelenkproblemen angenehmer.
Meist reichen schon kleine Veränderungen, um der neuen Lebensphase gerecht zu werden.

4. Futterplätze seniorengerecht gestalten
Damit Deine Katze entspannt fressen kann, solltest Du den Futterplatz auf ihre Bedürfnisse anpassen. Eine ruhige Umgebung ist besonders wichtig, damit sie sich sicher fühlt und nicht gestört wird. Auch ergonomische Aspekte spielen eine Rolle:
- Erhöhte Näpfe entlasten Katzen mit Gelenkproblemen, weil sie sich weniger tief bücken müssen.
- Rutschfeste Unterlagen sorgen dafür, dass der Napf nicht verrutscht.
- Ein angenehmer Untergrund – zum Beispiel ein Teppich statt kalter Fliesen – kann das Fressen komfortabler machen.
- Füttere Deine (Senior-)Katze mehrmals täglich mit kleinen Mahlzeiten. Der Organismus von Katzen ist nicht auf große Portionen ausgelegt.
5. Kognitive Veränderungen erkennen und unterstützen
Vielleicht stellst du fest, dass deine Katze sich manchmal in der Wohnung „verläuft“ oder nachts häufiger laut miaut. Das könnten erste Anzeichen einer kognitiven Dysfunktion (Demenz) sein. Auch ein verändertes Sozialverhalten – mehr Anhänglichkeit oder vermehrter Rückzug – kann darauf hinweisen.
Falls du solche Veränderungen bemerkst, gibt es Möglichkeiten, Deiner Katze zu helfen. Lasse Deine Samtpfote gründlich beim Tierarzt durchchecken, um eine Nierenproblematik, Diabetes, Bluthochdruck etc. auszuschließen. Es gibt Medikamente, die Deine Katze im Alltag unterstützen. Außerdem hilfst Du Deiner Samtpfote mit einer guten Struktur im Alltag, kleinen Nachtlichtern, ein Mehr an allen Ressourcen und ganz viel Liebe und Geduld. Hole Dir im Zweifel professionelle Hilfe, die Dich individuell beraten kann.

6. Regelmäßige Gesundheitschecks & Beobachtung
Ganz besonderes bei unseren Senioren sind regelmäßige Tierarztbesuche wichtig. Zweimal jährlich ein Check-up kann helfen, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Beobachte Deine Katze im Alltag gut und notiere Dir Auffälligkeiten, damit Du sie Deinem Tierarzt ggf. mitteilen kannst. Protokolliere das Gewicht, mache evtl. Fotos und Videos, achte auf das Fressverhalten und auf Verhaltensveränderungen. Alles kann von Bedeutung sein.
FAZIT:
Das Älterwerden gehört zum Leben – auch bei unseren Katzen. Mit Aufmerksamkeit, kleinen Anpassungen im Alltag und viel Liebe kannst Du Deiner Seniorkatze eine schöne, entspannte Zeit ermöglichen.
Jede Katze altert auf ihre eigene Weise, daher ist es wichtig, auf Veränderungen zu achten und individuell darauf einzugehen. Wenn Du die Bedürfnisse Deiner Samtpfote im Blick behältst, kann sie auch im Seniorenalter ein glückliches und zufriedenes Leben führen.
Genieße diese ganz besondere Zeit – für uns sind genau daraus viele liebevolle Erinnerungen an Helli & Clärchen entstanden, die wir immer in unserem Herzen tragen 💖.
Über Katzenlächeln
Als Verhaltensberaterin für Katzen helfe ich Dir, Problemverhalten Deiner Samtpfoten zu verstehen und aufzulösen. Gemeinsam machen wir uns auf die spannende Reise, unsere Katzen wirklich zu verstehen und ihnen dann ein glückliches und erfülltes Katzenleben zu ermöglichen. Ein verständnisvolles Miteinander und das Wissen um die Bedürfnisse unserer zauberhaften Samtpfoten ist für mich die Voraussetzung für einen entspannten gemeinsamen Alltag. Du brauchst Hilfe? Dann schau‘ Dir hier meine Angebote an.
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