7 Tipps für heiße Tage – so kannst Du Deine Katze unterstützen!

von Christiane Skuza | Juli 27, 2023 | Katzenwissen | 0 Kommentare

7 Tipps, wie Du Deine Katze an heißen Tagen unterstützen kannst

It's Summertime...

Ich gestehe, ich bin ein Frühlingsmensch - ich liebe es, wenn die Natur anfängt zu sprießen und alles wieder grün wird. Aber auch den Sommer mag ich sehr und meist ist es bei uns im Norden auch nicht ganz so heiß wie im Rest von Deutschland. Aber auch hier gibt es sie, die heißen Tage, an denen man sich am liebsten gar nicht bewegen mag. Was ein Glück, dass wir das Meer vor der Tür haben - aber unseren Samtpfoten nutzt das natürlich wenig...

Auch wenn unsere Katzen eine deutlich höhere Wohlfühltemperatur als wir Menschen haben und evolutionär aus Wüstenregionen stammen, haben auch sie mit heißen Tagen zu tun. Das gilt insbesondere, wenn sie keine Möglichkeit haben, sich draußen ein schattiges Plätzchen zu suchen.

Zudem schwitzen unsere Katzen nicht wie wir Menschen über die Haut. Ihre Schweißdrüsen befinden sich überwiegend nur an den Zehen- und Sohlenballen. Abkühlung verschaffen unsere Samtpfoten sich selbst über das ausgiebige Belecken des Fells und die daraus entstehende Verdunstungskühle.

Und natürlich bewegen sie sich möglichst wenig, was auch für uns Menschen heißt, dass die sonst so beliebten Action-Spielrunden bei Hitze besser ausfallen sollten. Eigentlich ist das schon Tipp 0 😼... Nein, im Ernst, ich habe heute für Dich 7 Tipps, wie Du Deine Samtpfote besser durch heiße Tage bringen kannst - vielleicht ist die eine oder andere Idee für Dich dabei, die Du direkt ausprobieren möchtest.

 

 

Richtiges Lüften

Lüfte morgens und abends Deine Wohnung richtig gut durch, solange die Temperaturen noch erträglich sind. Achte dabei darauf, dass Deine Katzen nicht im Zug sitzen, sonst droht eine Erkältung! Gleiches gilt für Klimaanlagen und Ventilatoren – hier ist Vorsicht geboten.

Allerdings kann ein feuchtes Tuch, das vor einem Ventilator aufgehängt wird (und nicht Richtung Katze bläst), durchaus für ein angenehmeres Raumklima sorgen.

Verdunkle anschließend Deine Wohnung, so dass die Hitze des Tages draußen bleibt. Natürlich heißt das nicht, dass Deine Katze gar nicht mehr rausschauen kann – aber gerade die Sonnenseite würde ich großzügig abdunkeln und vielleicht nur einen kleineren Teil eines Fensters in Katzenaugenhöhe offenlassen. Normalerweise liegen ja nicht alle Fenster Richtung Süden…

WICHTIG: Achte darauf, Kippfenster zu sichern, damit Deiner Samtpfote nichts passiert – das gilt natürlich nicht nur im Sommer.

Kühle Plätze

Sorge für kühle Plätze in der Wohnung, z. B., indem Du feuchte Handtücher über einen (Badewannen-)Wäscheständer oder über Stühle hängst. Das sorgt im Raum für Verdunstungskühle und wenn sie mag, kann Deine Samtpfote sich einfach darunter setzen.

Es kann Sinn machen, Deiner Samtpfote Orte zugänglich zu machen, die besonders kühl sind. Dafür können sich beispielsweise Kellerräume oder andere geflieste Orte anbieten. Vielleicht werden sogar Badewanne oder Dusche zur Abkühlung aufgesucht.

Kühlmatten werden von manchen Katzen gern angenommen. Clärchen liegt zumindest halb darauf 😼:

Du kannst auch Kühlakkus unter ein Handtuch legen, aber pass‘ auf, dass es nicht zu kalt wird und Deine Katze z. B. eine Blasenentzündung bekommt.

Und noch ein Tipp: Lege nasse Handtücher auf den Boden, so dass Deine Katze entscheiden kann, ob sie sich drauflegen möchte oder nicht. Du kannst die Handtücher (nicht die Katze 😹) dann mehrmals täglich mit einer Blumenspritze feucht halten.

Wenn Du einen Balkon oder eine Terrasse hast, der/die für Deine Samtpfoten zugänglich ist, schaue auch dort noch einmal, ob Du zusätzliche Schattenplätze schaffen kannst.

Freigänger suchen sich meist selbst ein solches Plätzchen, aber auch hier kann es Sinn machen, auf dem eigenen Grundstück sichere und kühlere Plätze zu schaffen.

WICHTIG: Sichere auf Deinem Gründstück Regentonnen oder Pools. Das Wasser kann anziehend wirken, aber an die Folgen wollen wir jetzt nicht denken…

Outdoor / Out“look“- Bereiche

Wenn Deine Wohnung keinen Balkon oder Terrasse hat, mach‘ einige Deiner Fenster zu einem sicheren Aussichtsplatz. So kannst Du die Fenster ab den Abendstunden und auch in der Nacht offenlassen. Das sorgt zum einen für Abkühlung und zum anderen hat Deine Katze nachts auch einen schönen Aussichtsplatz. Dafür kannst Du ihr die Fensterbank auch ein bisschen gemütlich machen.

Hast Du einen katzensicheren Balkon, kannst Du diesen mit Gras, das Du z. B. in eine Pflanzfolie anpflanzen kannst (so kannst Du es auch gießen) ausstatten – gerade reine Wohnungskatzen räkeln sich sehr gern darauf und wenn Du es feucht hältst, sorgt es für zusätzliche Abkühlung. Auch mit anderen ungiftigen Pflanzen kannst Du Deinen Katzen eine Freude machen.

WICHTIG: Die Katzensicherung in Fenstern und auf Balkonen muss unbedingt stabil sein, damit Deinen Samtpfoten nichts passiert – frag‘ ggf. bei einem Profi um Rat.

Zusätzliche Wasserangebote

Wie für uns Menschen ist auch für unsere Samtpfoten Wasser ein Lebenselixier. In der Regel sind unsere Katzen keine großen Trinker, weshalb gerade in der warmen Jahreszeit zusätzliche Wasserangebote hilfreich sind.

Probiere verschiedene Schalen aus, manche Katzen trinken gern auf Fensterbänken aus höheren Gefäßen.

Auch ein Trinkbrunnen ist bei vielen Katzen sehr beliebt – bewegtes Wasser animiert sie u. U., ein wenig mehr zu trinken.

So manch eine Samtpfote liebt es, aus dem Wasserhahn zu trinken. Bei heißen Temperaturen kannst Du ihr diesen Spaß gern etwas häufiger gönnen.

Wenn Deine Katze Wasser mag, kannst Du folgendes ausprobieren:

Fülle ein kleines Planschbecken mit wenig Wasser, so dass Deine Katzen sich darin abkühlen können, wenn sie mögen.

Fülle eine große flache Schale mit Wasser und

  • lege Eiswürfel hinein,
  • nimm einen leeren Teelichtbehälter oder den Deckel einer Plastikflasche, lege ein Leckerchen hinein und lass‘ es in der Schale schwimmen,
  • probiere schwimmende (batteriebetriebene) Spielzeuge aus – vielleicht mag Deine Samtpfote ein bisschen pföteln…

Ich mache es so, dass ich unserer Helli manchmal ein Schälchen Wasser runterbringe, wenn sie ihren Schattenplatz gar nicht aufgeben mag – mal nimmt sie es an, mal nicht, aber sie hat zumindest die Möglichkeit, ohne große Anstrengung ihre Zunge in kühles Nass zu tauchen 😼.

Öfter frisches Futter anbieten

Feuchtfutter wird bei hohen Temperaturen schnell unansehnlich und verdirbt leichter. Das wollen wir unseren Samtpfoten natürlich nicht zumuten.

Es macht sowieso immer Sinn, Katzen mehrmals am Tag zu füttern und im Sommer sollten wir ein besonderes Augenmerk auf frisches Futter legen. Füge zu jeder Portion etwas Wasser oder Brühe hinzu, das sorgt zusätzlich für die Aufnahme von mehr Flüssigkeit.

Auch ein Futterautomat mit Kühlakku kann in der warmen Jahreszeit gute Dienste leisten. Programmierbare Geräte geben zu bestimmten Zeiten dann relativ frisches Futter frei – allerdings ist das für mich immer nur der Plan B, wenn eine Fütterung durch uns nicht möglich sein sollte.

Ich habe auch noch einen weiteren Tipp bekommen, den ich gern weitergebe:

Man fülle eine Schale mit Eis(würfeln) oder friere eine Schale mit Wasser ein und stelle anschließend den Futternapf darauf – so bleibt das Futter zumindest eine Zeitlang frischer 😺.

Katzeneis

Du kannst in einer Schüssel Wasser einfrieren und anschließend die „Eisbombe“ in einer Schale Deiner Katze zum Schlecken anbieten – nur Vorsicht, die „Bombe“ sollte schon ein wenig angetaut sein, damit die Katzenzunge nicht „kleben“ bleibt. Manche Katze nimmt dann doch lieber die Pfötchen, um das Objekt zu erkunden…

Man kann auch Schleckpaste, Thunfischwasser oder ungesalzene Brühe einfrieren und als Eiswürfel zum Schlecken anbieten.

Es gibt auch tatsächlich Katzeneis, das man kaufen kann, da kannst Du schauen, ob Deine Katze das annimmt.

WICHTIG: Nicht jeder Katzenmagen freut sich über eine derartige Abkühlung! Bei empfindlichen Samtpfoten würde ich auf ein Katzeneis-Angebot verzichten, um Magen-Darm-Beschwerden vorzubeugen.

Unterstützung bei der Fellpflege

Gerade Halblanghaar- oder Langhaarkatzen leiden bei hohen Temperaturen. Da kann man entweder über eine Sommerfrisur nachdenken oder zumindest regelmäßig bürsten und überflüssiges Fell entfernen. Und auch wenn gerade kein Fellwechsel ist, kommt bei unseren Mädels immer ganz schön was zusammen und sie genießen die „Bürsteinheiten“ sehr.

Befeuchte Deine Hände leicht mit kühlem Wasser und streiche Deiner Katze damit durchs Fell, wenn sie das mag. Das animiert sie unter Umständen, sich zu putzen, womit sie selbst für Abkühlung sorgen kann.

Manche Katzenmenschen reiben ihre Samtpfoten auch mit einem kühlen Handtuch ab. Hier wäre ich vorsichtig, damit Deine Katze sich nicht erkältet – das Tuch sollte keinesfalls sehr nass sein. Sollte Deine Katze das Abreiben nicht mögen, würde ich in jedem Fall das Streicheln mit der feuchten Hand vorziehen.

Katze vor dem Staubsauger

Ich hoffe, diese Tipps helfen Dir und Deiner Samtpfote, gut durch die heißen Tage zu kommen – ich wünsche Euch einen wunderbaren Sommer!

ÜBER KATZENLÄCHELN:

Als Verhaltensberaterin für Katzen helfe ich Dir, Problemverhalten Deiner Samtpfoten zu verstehen und aufzulösen. Gemeinsam machen wir uns auf die spannende Reise, unsere Katzen wirklich zu verstehen und ihnen dann ein glückliches und erfülltes Katzenleben zu ermöglichen.

Ein verständnisvolles Miteinander und das Wissen um die Bedürfnisse unserer zauberhaften Samtpfoten ist für mich die Voraussetzung für einen entspannten gemeinsamen Alltag.

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Über Katzenlächeln

Ich bin Christiane – Verhaltensberaterin für Katzen und Gründerin von Katzenlächeln.

Ich begleite Dich dabei, das Verhalten Deiner Katze wirklich zu verstehen – im Alltag, bei Unsicherheiten oder wenn sich etwas verändert.

Dabei geht es nicht um schnelle Tipps, sondern um Verständnis, Zusammenhänge und Lösungen, die im Alltag funktionieren.

Ein besonderer Herzensbereich meiner Arbeit ist das Leben mit Seniorkatzen.

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