Wo finde ich MEINE Katze?

Wenn Du die vorangegangenen Blogartikel gelesen hast und mit mir die „Reise zum Pfötchenglück“ machst, weißt Du jetzt, ob eine Katze in Dein Leben passt und Du hast Dich dafür entschieden, wie viele Samtpfoten in welchem Alter Du gern aufnehmen möchtest.

Falls Du die ersten beiden Etappen noch nicht kennst: ich verlinke sie Dir gern am Ende dieses Blogartikels.

Nun möchtest Du also losziehen, um die Samtpfote zu finden, mit der Du Dein Leben teilen kannst, stimmt’s? Ich gebe Dir nachfolgend einige Anregungen, welche Möglichkeiten Du hast.

Tierheim

In der Regel sind die Tierheime voll von Samtpfoten, die ein neues Zuhause suchen. Derzeit sieht es corona-bedingt in einigen Tierheimen jedoch deutlich leerer aus als in früheren Zeiten, aber grundsätzlich sind die Tierheime eine gute Anlaufstelle, wenn man einen tierischen Begleiter sucht.

Die Tiere im Tierheim sind in der Regel kastriert und tierärztlich untersucht. Es wird normalerweise eine Schutzgebühr erhoben und idealerweise wird vorher seitens des Tierheims abgeklärt, ob das neue Zuhause passt und im Nachhinein erfolgt auch manchmal eine Kontrolle, ob es dem Tier im neuen Zuhause gut geht. Das finde ich immer gut und wichtig, schließlich soll es für die Samtpfote und auch jedes andere Tier möglichst ein „Für-immer-Zuhause“ sein.

In der Regel kennen die Mitarbeiter ihre Tiere, zumindest, wenn es sich nicht um Fundtiere handelt. So können sie Dir ein wenig von ihrer Vergangenheit erzählen und die eine oder andere Charaktereigenschaft wird unter Umständen auch im Tierheim sichtbar.

Allerdings muss man ehrlich sein: Auch wenn die Mitarbeiter sich alle Mühe geben, ist und bleibt das Tierheim eine Stresssituation für die Katzen und viele werden ihr „wahres Ich“ erst dann zeigen, wenn sie wirklich in ihrem neuen Zuhause angekommen sind.

Selbst wenn die Tierpfleger oder auch Du selbst einen bestimmten Eindruck von einer Samtpfote hast, kann es sein, dass Du nach einiger Zeit bei Dir zu Hause merkst, dass sie gar nicht so schüchtern ist wie gedacht, sondern ein ganz schöner Draufgänger. Oder aber Deine Samtpfote kam im Tierheim direkt zu Dir und lässt sich in ihrem neuen Zuhause erstmal gar nicht mehr blicken.

Eine weitere Schwierigkeit ist – auch wenn Du Tiere aus dem Tierschutz adoptierst – dass wir nicht immer etwas über die Vergangenheit der Katzen wissen, die im Tierheim leben. Manche werden als Fundtiere abgegeben, manche werden verletzt aufgegriffen. Da ist es schwer bis unmöglich herauszufinden, wie die Katze vorher gelebt hat.

Besonders bei Vergesellschaftungen von Katzen kann man dann Überraschungen erleben, weil die im Tierheim so sanfte Katze sich im Zusammenleben unter Umständen als wenig kooperativ herausstellt.

Das alles soll Dich nicht hindern, einer Samtpfote aus dem Tierheim ein liebevolles Zuhause zu schenken, sondern Dich nur ermutigen, gut hinzuschauen. Wenn man sich vorher auf mögliche Eventualitäten vorbereitet und einstellt, kann man entsprechende Vorbereitungen treffen, so dass es nicht zu unliebsamen Überraschungen kommt.

Tierschutz oder Pflegestelle

Du kannst auch einer Samtpfote aus dem Tierschutz im In- oder Ausland oder von einer Pflegestelle ein neues Zuhause schenken. Der Vorteil bei einer Pflegestelle ist, dass die Tiere oft im Familienverband leben und Du zum einen mehr über den Charakter der Tiere erfahren kannst und zum anderen Dir auch ein besseres Bild machen kannst, ob eine Katze zu Dir passt, da sie in einer Familie eher ihr „normales“ Verhalten zeigen wird. In der Regel sind die Samtpfoten nicht ganz so gestresst, da sie nicht wie im Tierheim auf engstem Raum mit vielen Artgenossen leben müssen.

Bei Tieren aus dem Tierschutz sollte man daran denken, dass es viele Straßenkatzen gibt, die noch nie in einer Wohnung gelebt haben, sondern nur das Leben draußen kennen. So manche Katze hat dort nicht nur gute Erfahrungen mit Menschen gemacht, was sie natürlich prägt. Da braucht es Geduld und Wissen um die Bedürfnisse von Katzen, damit es nicht zu Schwierigkeiten und Missverständnissen kommt.

Es gibt Stimmen, die sagen, man solle doch erst mal im eigenen Land schauen. Das darf jeder für sich entscheiden. Ich gönne es jedem einzelnen Samtpfötchen, egal, wo es lebt, dass es ein wunderbares, liebevolles Zuhause findet.

Züchter

Wenn Du Dich für eine bestimmte Rasse entschieden hast, kannst Du entweder im Tierheim fündig werden oder Dich direkt an einen Züchter wenden.

Es macht in jedem Fall Sinn, sich vorab mit den unterschiedlichen Rassen zu beschäftigen. Zwar sind die Rasseunterschiede bei Katzen weniger groß als bei Hunden, aber es gibt sie z. B. hinsichtlich Temperament oder Pflegeintensität. 

Wie überall gibt es auch bei der Katzenzucht immer wieder „schwarze Schafe“, weshalb Du immer genau hinschauen solltest, von wo Du Dir eine Rassekatze holst.

Folgende Fragen können Dir helfen:

  • Ist der Züchter Mitglied in einem serösen Zuchtverein?
  • Hat der Züchter sich auf eine, max. zwei Rassen spezialisiert?
  • Kannst Du das Muttertier mit den Kitten beim Züchter besuchen?
  • Wie sind die Lebensbedingungen der Katzen?
  • Wann erfolgt die Abgabe der Kitten?
  • Gibt es Papiere (Ahnentafel, Impfausweise usw.)?

Es sollte Dir in jedem Fall ermöglicht werden, die Mama mit ihren Kitten zu sehen. Dann kannst Du Dir einen persönlichen Eindruck von den Lebensbedingungen der Katzen verschaffen und Deine Fragen persönlich stellen.

Ein seriöser Züchter wird die Kitten frühestens mit 12 Wochen abgeben und manchmal bringen die Züchter ihre Kitten auch selbst ins neue Zuhause oder bleiben zumindest noch eine Weile in Kontakt und stehen Dir für Fragen zur Verfügung.

Auch eine Rücknahmeklausel wird häufig vereinbart. Sollte es also zu Problemen kommen, nehmen sie ihr Kätzchen wieder zurück und vermitteln es selbst weiter.

Wenn Du Dir eine Samtpfote bei einem liebevollen und seriösen Züchter kaufst, musst Du etwas tiefer in die Tasche greifen. Das heißt dann nicht, dass der Züchter sich unbedingt bereichern will, aber es steckt viel Arbeit, Zeit und auch Geld in einer seriösen Zucht.

Der Vorteil ist, dass die Kitten, die in einem harmonischen Familienverbund mit Katzen und Menschen (ggf. noch anderen Tieren) aufwachsen, häufig gut sozialisiert sind und alles mitbekommen, was ein kleines Kätzchen für einen guten Start ins Leben braucht.

Von Privat

Immer wieder werden über Kleinanzeigen & Co. von privat Katzen angeboten. Manchmal kommt es ungewollt zu Nachwuchs, auf vielen Bauernhöfen ist Kastration noch immer ein Fremdwort, weshalb auch dort viele Kätzchen ein neues Zuhause suchen.

Manchmal ändern sich die Lebensumstände und der Mensch ist zur Abgabe seiner Katze gezwungen, manchmal verstirbt der Halter und die zurückgebliebenen Tiere suchen dringend ein neues Zuhause.

Schau‘ auch in diesen Fällen genau hin. Wie sind die bisherigen Lebensumstände der Katze, für die Du Dich interessierst? Ist die Katze kürzlich tierärztlich gecheckt worden, so dass Du sicher sein kannst, dass sie gesund ist bzw. dass Du über mögliche Krankheiten Bescheid weißt? Achte bei Kitten darauf, dass sie bei der Abgabe alt genug sind (mind. 12 Wochen). Frag‘ nach den Charaktereigenschaften, den Vorlieben, den Abneigungen usw. Wem am Wohl seiner Katzen gelegen ist, wird Dir gern Auskunft geben. Auf Bauernhöfen wirst Du in der Regel nicht viele Informationen bekommen und viele Bauern sind auch nicht bereit, die Kätzchen länger bei ihrer Mama und den Geschwistern zu lassen. Da man die Bauernhöfkätzschen in der Regel unentgeltlich bekommt, kann man überlegen, ob man mit der Kastration des Muttertieres ein gutes Werk tun möchte.

Egal, wo Du Deine Katze letztendlich findest – sie alle freuen sich auf ein tolles, katzengerechtes Zuhause und belohnen uns mit ihrem ganzen Charme und ihrer Liebe – sie sind und bleiben eben kleine Herzensbrecher 😻.

Hier geht’s zu den bisherigen Blogartikeln unserer gemeinsamen
„Reise zum Pfötchenglück“:
Passt eine Katze in mein Leben?
Welche Katze passt zu mir?

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